Freitag, 28. September 2007

Semenggoh Rehabilitation Center



Das Semenggoh Rehabilitation Center, nahe Kuching ist ein Rehabilitationszentrum fuer, aus Gefangenschaft befreite, Orang Utans. Die Menschenaffen werden dort auf ihre Freilassung in den Urwald vorbereitet und trainiert.

Das Zentrum befindet sich in einem Regenwald abseits von Menschensiedlungen. Waehrend ein orange-braune-haariger Orang Utan mit seinem Neugeborenen etwa zehn Meter von uns entfernt sein Fruehstueck einnimmt, erklaert ein Trainer uns und einer grossen Touristenhorde die Ziele und das Arbeitsprinzip des Zentrums.

Danach wandern wir eine Weile durch den schwuelen Dschungel zu einer Huette, von der man gute Sicht ueber eine Essensort der Orang Utans hat. Eine lange Zeit gibt der Angestellte affenaehnliche Rufe von sich, bis schliesslich Zwei Orang Utans die Muehe machen herzuschwingen und sich ueber das Obst hermachen. Der Fuehrer sagt, dass diese beiden alleine noch nicht schlau genug sind, um sich selbst zu versorgen.

Ich bin der Meinung, dass das Zentrum mehr Eintrittsgeld, als nur zwei Euro verlangen koennte, um das Ueberleben dieser "Menschenverwandten" zu sichern.

My STE Host Family (English)




During my STE (Short Term Exchange), a compulsory part of the AFS programme, I am staying with my host family, comprising of my indian mother Linda, my chinese father Andee and my two year old brother David, for two weeks around 15 kms awak from Kuching. Our Flat is located inside the territory of a secondary school, where Andee works as a teacher. Linda teaches at a secondary school in Kuching town. In the morning our Indonesian Maid Tina takes care of David, who speaks English very well, is extremely active, clever and seldomly cries compared to most other kids of the same age. Linda comes from Klang, Selangor, while Andee is a true Sarawakian Chinese. He and his parents can speak Hokkien, a Chinese dialect.

All of us are open minded and very talkative, so that we quickly got along with each other very well. Also with Andee's parents we have a lot of fun. At their house I once plucked some coconuts and indulged the fresh flesh of the young fruits.

I really enjoyed talking with Andee about technical stuff like aircrafts and cars. He is a running encyclopedia. With Linda I had long and interesting conversations about social issues and other topics.

I am very thankful to my host family as they provided me with a lot of awesome activities. We had big fun in the aquatic centre, on the beach and enjoyed delicious food together on every evening. They helped Stefan's host parents, close friends who are staying in the same school, a lot to make this STE for all students a success and an unforgettable time full of experiences.

Kuching, Sarawak, Borneo




Seit etwa zwei Wochen wohne ich jetzt schon bei meiner Gastfamilie, rund 15 km von Kuching entfernt.

Kuching ist die Hauptstadt des 3 Millionen Einwohner-Bundesstaat Sarawak. Sarawak erstreckt sich entlang der nordwestlichen Kueste, dem Suedchinesischen Meer zugewandt, auf dem malaysischen Teil Borneos, der zweitgroessten Insel auf der Welt. Dichter Regenwald und kilometerweite Oelpalmplantagen praegen die Landschaft. Die 500.000-Einwohner Stadt Kuching befindet sich am suedwestlichen Ende dieses Bundesstaates, der etwa so grossflaechig ist, wie Bayern und Niedersachsen zusammen.

Kuching ist in meinen Augen die schoenste und sauberste Stadt Malaysias. Die meisten Sehenswuerdigkeiten liegen in Reichweite der gut gepflegten, so genannten Waterfront, der Uferpromenade am breiten Kuching-Fluss. Die Skyline wird von einer handvoll hoher Regierungs- und Hotelgebaueden und dem im Bau befindlichen Parlamentsgebaede beherrscht.

Es gibt mehrere Theorien, wonach die Stadt nach den Mata Kuching-Baeumen (Frucht) benannt wurde oder die Namensgebung auf ein Missverstaendniss zurueckfuehrt, bei dem der erste Kolonialherr, James Brooke, waehrend der Bootsfahrt den Namen des Ufergelaendes erfragen wollte und dabei versehentlich auf eine Katze deutete, woraufhin der Ureinwohner ihm mit der malaiischen Uebersetzung fuer Katze antwortete: Kuching.

Es gibt ein informatives Tourismusbuero, viele Museen und gut erhaltene Kolonialgebaude, ein Chinatown und viele schoenverzierte Tempel im Stadtzentrum. Auf vielen Schrifttafeln kann man zusaetliche Informationen erhalten. Auf einem Erkundungsgang durch Kuching, bei dem wir auch mit einem winzigen Boot fuer 6 Eurocent den Fluss ueberqueren, faellt uns auf, dass man kaum Mamak's Restaurant findet. Dies liegt vor Allem daran, dass auf Grund der Bevoelkerungsverteilung (viel mehr Chinesen und andere Ethnien) der Bedarf an indischem/malaiischen Mamak's-Gerichten nicht so gross ist und ausserdem die wenigen Mamak's waehrend dem Fastenmonat geschlossen haben. Wir streifen auch durch die Souvenirshops und schauen uns das chinesische Museum an. Ich bin erstaunt zu erfahren, dass McDonald's, 7Eleven und Co. erst vor zwei Jahren ihre ersten Filialen in dieser Grossstadt eroeffneten. Auch hier sind oeffentliche Verkehrsmittel Mangelware.